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Säurebeständige Beschichtungen
Säurebeständige Beschichtungen müssen zwei Aufgaben erfüllen. Zum einen müssen sie gegen Säuren in flüssiger und gasförmiger Form beständig sein und zum anderen auch den Untergrund vor diesen Einflüssen schützen. Die Bestandteile dieser Beschichtungsstoffe dürfen sich auch nicht chemisch durch Säureeinflüsse verändern lassen. Diese Beschichtungen werden meist in mehreren Schichten aufgetragen, um den vollständigen Schutz zu gewährleisten.
Säuren
Säuren sind Verbindungen von Nichtmetallen mit Wasserstoff oder Wasser. Sie können bei Putz und Beton leicht Schäden hervorrufen und fördern bei Metallen das Rosten. Säuren können in verschiedenen Konzentrationen auftreten und sollten deshalb bei der Verarbeitung besonders beachtet werden. Als Schutz ist es erforderlich, dass bei Verwendung immer Schutzbrille und Handschuhe getragen werden.
Salze
Salze sind Verbindungen von Basen und Säuren oder Metallen und Säuren. Da Salze wasseranziehend sind, können Anstriche und Beläge zerstört oder sogar abgelöst werden. Es entstehen Ausblühungen durch die Salzbildung. Bekannte Salze sind Gips, Schlämmkreide und Soda.
Sandstrahlen
Das Sandstrahlen wird zu Reinigungszwecken verwendet, um Metalle von Rost zu befreien, Bruchsteinwände von unerwünschten Belägen zu reinigen oder zum Mattieren von Glas oder Kunststoffen. Verwendet wird Quarzsand, der durch hohen Druck in Form eines Strahles auf das entsprechende Objekt befördert wird.
Schabloniertechnik
Bei dieser Technik werden sich immer wiederholende Ornamente oder Schriften mittels einer Schablone auf die Wand aufgetragen. Die Schmuckelemente werden auf einem speziellen Schablonenpapier aufgezeichnet und anschließend ausgeschnitten. Zum Auftrag verwendet man einen Schablonierpinsel, einen Schwamm oder ein Spritzgerät. Verwischte Konturen werden erreicht, indem an der Schablone angebracht werden. Die Schablonentechnik ist schon eine sehr alte Technik, die in Kirchen und im Mittelalter auf Keramiken verwendet wurde.
Schablonierpinsel
Schablonierpinsel sind kurzhaarige Borstenpinsel, die für kleinere Flächen verwendet werden. Für die großflächige Schablonierung werden Schwämme oder Stupfbürsten bevorzugt.
Schattenfugenpinsel
Schattenfugenpinsel sind flache, angewinkelte Pinsel für schwer zugängliche Stellen wie Schattenfugen an Deckenverkleidungen.
Schellack
Schellack wird auch als Rindenlack bezeichnet. Durch einen Saugstich der weiblichen Lackschildläuse an verschiedenen ostindischen Baumarten entsteht ein rötliches Harz, das durch Reinigung heller wird. Schellack ist in Möbelpolituren, Siegellacken und Isolierlacken enthalten.
Scheuerbeständigkeit
Scheuerbeständige Beschichtungen müssen dem Reinigen mit Wasser und Bürste, auch mit Scheuermitteln standhalten. Die Scheuerbeständigkeit ist in der DIN 53778 festgehalten.
Schimmelentfernungsmittel
Schimmelpilze können nur mit speziellen Biozidlösungen behandelt werden, die genau nach Herstelleranweisung angewendet werden müssen. Die Schimmelpilze werden abgetötet und eine neue Bildung gehemmt. Sollte der Schimmelpilz wieder auftreten können andere Ursachen dafür verantwortlich sein, die für die komplette Entfernung zuerst beseitigt werden müssen.
Schimmelpilze
Schimmelpilz ist ein Überbegriff verschiedener mikroskopisch kleiner Pilze, die sich aus Sporen entwickeln. Sie kommen überall in der Luft von und entwickeln sich unter verschiedenen Bedingungen wie Feuchtigkeit, Wärme, Nährboden usw. Schimmelpilze können ganze Flächen überziehen und bilden sich zu einem Geflecht (Myzel) heran. Die Flecke sind meist dunkel, können aber verschiedene Farben aufweisen.
siehe auch Hausschwamm
Schlämmanstrich
Schlämmanstriche werden zum Ausgleichen von unebenen Untergründen, als Untergrund für Beschichtungen und auch als normale Anstriche eingesetzt. Dem Beschichtungsstoff wird je nach Verwendung Sand in unterschiedlicher Korngröße zugesetzt.
Schmucktechniken
Als Schmucktechnik werden alle dekorativen Malerarbeiten bezeichnet wie die Lasurtechnik, Spachteltechnik, Schabloniertechnik sowie Bronze- und Goldtechniken und das Arbeiten mit Effektlacken. Für die meisten Schmucktechniken werden spezielle Arbeitsgeräte benötigt.
Schrift
Die Schrift bezeichnet ein System aus grafischen Elementen, die zur Kommunikation verwendet werden. Die Vorstufe zur Schrift waren die so genannten Kerbhölzer, die Knotenschrift der Mayas und die Bildschriften in Höhlen und an Felsen. Im 13. Jh. v. Chr. entwickelten die Semiten das erste Alphabet von 21 Buchstaben. Die Griechen übernahmen dieses Alphabet und schufen daraus das uns geläufige Alphabet. Die Römer vervollständigten dieses Alphabet um die fehlenden Buchstaben X, Y und Z. Später wurde eine Unterteilung zwischen U und V, und noch etwas später zwischen I und J hinzugefügt. Vervollständigt wurde zum Schluss das Alphabet mit dem Buchstaben W.
Die heutige Schriftarten werden unterteilt in alt und neue Schrift, rund oder gebrochene und serifen oder serifenlose Schrift.
Schrumpflack
Schrumpflack bildet sich nach dem Trocknen zu Falten aus und wird vor allem in der Gold-Lacktechnik verwendet. Als erster Schicht wird ein dicker PUR-Lack aufgetragen und anschließend ein Blattmetall eingelegt, das beim Trocknen den Schrumpfeffekt hervorruft. Bei Verwendung eines dunklen Untergrundes kann die Struktur durch Schleifen noch verstärkt werden.
Schwere Farben
Schwere Farben sind alle dunklen und warmen Farbtöne
s. auch Leichte Farbe
Seidentapeten
Seidentapeten werden aus Natur- oder Kunstseide hergestellt. Sie sind sehr empfindlich und benötigen einen sehr glatten und sauberen Untergrund. Vorteilhaft ist die Vorhandlung mit Makulaturpapier oder einen speziellen Tapetengrundanstrich.
Sekundärfarben
Die Sekundärfarben ergeben sich durch die Mischung der Primärfarben (Gelb, Rot, Blau).
  • Rot + Gelb = Orange
  • Gelb + Blau = Grün
  • Rot + Blau = Violett
Sicherheitsfarben
siehe Kennfarben
Siliconentferner
Mit Silikonentferner können Rückstände von Silikon, aber auch fettige und ölige Stellen behandelt werden. Verwendet werden sollte Silikonentferner vor einer Beschichtung, um eine gute Deckung zu erzielen.
Spachteltechnik
Spektralfarben
siehe Regenbogenfarben
Sperrgrund
Sperrgrund ist ein isolierender Grundanstrich zur Vorbehandlung auf die eigentliche Beschichtung. Er ist meist farblos, schnell trocknend und soll das Einziehen der Beschichtung in den Werkstoff verhindern.
Spinnwebenlack
siehe Fadenlacke
Spritzlackierung
Die Spritzlackierung kann manuell aber auch maschinell verwendet werden. Sie empfiehlt sich für schnell trocknende Lacke und für größere Objekte. Ihr Oberflächenbild ergibt eine glatte und saubere Struktur.
Stammlack
Der Stammlack ist eine Teil von Mehrkomponentenlacken. Er wird mit den anderen Bestandteil erst kurz vor der Verarbeitung zusammen gemischt. Bei Mehrkomponentenlacken sollten die Herstelleranweisungen genau befolgt werden, um eine einwandfreie Beschichtung zu garantieren.
Stockflecken
Stockflecken entstehen durch einen Schimmelbefall. Sie zeigen sich zu Beginn durch verstreute kleine dunkle Punkte, die dringend behandelt werden sollten, um eine Ausbreitung zu verhindern.
siehe Schimmelbefall