Infothek - Workshop - Rund um's tapezieren
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Was ich beim Tapetenkauf beachten sollte
  • für Küche, Bad und Kinderzimmer benötigt man abwaschbare und robuste Tapete.
  • Kleine Räume wirken größer, wenn die Wände und Decke in einem hellen Farbton gehalten sind, dagegen wirken große Räume kleiner, wenn die Wände und Decken dunkel gehalten sind.
  • Die Decke sollte als fünfte Wand in die Gestaltung mit einbezogen werden.
  • Rapport und Muster der Zimmergröße anpassen, kleine Räume - kleine Muster, jedoch sind Grundsätze da, um Sie zu brechen, wenn es passt 'spielen' Sie mit Muster und Farbe.
  • Beim Kauf von Tapeten sollten Sie Farbmuster von Möbelstücken bzw. Textilien mitnehmen, um die Tapetencoloration darauf abzustimmen.
Wie entferne ich alte Tapete am schnellsten
Um keinen Muskelkater vom Tapetenabreisen zu bekommen weichen Sie die Tapeten doch vorher einfach ein. Hier zu verwenden Sie entweder eine spezielle Flüssigkeit, die im Baumarkt oder Fachhandel erworben werden kann, oder Wasser. Zum Auftragen nehmen Sie am besten eine Deckenbürste, (auch als Kleisterpinsel bekannt) tauchen diesen in die gewählte Flüssigkeit und feuchten die Tapeten ein. Je nach dem um was für eine Tapete es sich handelt, variiert die Einwirkzeit.
Wie und wann muss ich grundieren
Wie gut und fest die Tapete später auf der Wand sitzt hängt vor allem von Ihrer Vorarbeit ab. Grundierungen, festigen Tapete und vermindern die Saugfähigkeit des Grundes.
Ob Sie Ihre Wände grundieren müssen, lässt sich leicht überprüfen. Streichen Sie mit der glatten Hand über den Putz, bleibt ein kreideartiger Belag auf der Handfläche zurück muss grundiert werden. Eine andere möglich zu testen ob grundiert werden muss ist es, ein Klebeband auf den Putz zu kleben und ruckartig zu entfernen, bleib Putz am Klebeband hängen ist es ratsam zu grundieren.
Bei stark saugenden Untergründen wie Gipszwischenwänden, gespachtelte Flächen, Gipskartonplatten, etc. wird generell empfohlen die Wände mit Tiefengrund vorher zu bearbeiten. Den Tiefengrund können Sie fertig erwerben und mit einer Bürste oder einem Spritzgerät auftragen. Das tapezieren ist bereits nach 2-3 Stunden möglich.
Wie tapeziere ich richtig
Bevor Sie losgehen um Tapeten zu kaufen, müssen Sie ausrechnen wie viele Rollen Sie überhaupt benötigen. Eine Faustformel zum Ausrechnen der Rollenanzahl lautet:

Rechnen Sie besser großzügig und kaufen Sie ruhig eine Rolle mehr. Eine Ersatzrolle ist immer nützlich, um spätere Tapetenschäden auszubessern, außerdem gibt es nichts Schlimmeres als zu wenig Tapete zu kaufen und es gibt keine mehr nach. Achten Sie auch auf die Symbole auf der Rolle. Die Symbole geben Ihnen nützliche Informationen zur Tapete und dem zu verwendenden Kleister.
Und los geht's:
Bahnen zuschneiden, d.h. Wandhöhe + ca.10 cm, bei gemusterten Tapeten auf den Rapport (Länge des Musters) achten.
Legen Sie die zugeschnittenen Bahnen alle mit der Rückseite nach oben auf den Tapeziertisch. Kleister Sie die oberste Bahn ein und legen diese anschließend zusammen ohne das Knicke oder Luftblasen entstehen. Wie lange Sie die Tapete weichen lassen ist je nach Tapete unterschiedlich, hierbei helfen die Symbole auf der Rolle.
Zum korrekten anbringen der Tapete sollte Sie für die erste Bahn mittels Lot und Bleistift die Senkrechte markieren. An dieser Stelle müssen Sie sich nun entscheiden nach welchem Verfahren Sie die Tapete anbringen wollen. Zum einen gibt es die Möglichkeit auf Stoß zu tapezieren, d.h. mit den Nähten aneinander. Oder Sie lassen die Tapete überlappen, d.h. die Tapetenbahnen werden so geklebt, dass Sie sich ca. 2-3 mm überlappen. Hierbei ist unbedingt zu beachten, das vom Fenster weg tapeziert wird, da durch Leichteinfall Schatten an den Schnittkanten entstehen kann.
Die verschiedenen Tapetenarten
  • Papiertapeten
    Dies sind wohl die gebräuchlichsten Tapeten. Auf der Front befindet sich ein meist in mehreren Farbdurchläufen aufgebrachter Druck. Front-Tapeten besitzen einen durchgehenden, lichtbeständigen Farbauftrag, der das Vergilben der Tapete verhindert. Zu den Papiertapeten können auch Prägetapeten zählen, die durch eine Negativ- oder Positivwalze geprägt sind.

  • Profiltapeten
    Die Muster und Strukturen werden durch aufschäumende Farbpasten reliefartig auf die Oberfläche aufgetragen. Wobei unter den Profiltapeten nochmals zwischen Struktur-Profiltapeten, die vollständig strukturiert sind und so lebendig wirken und Dekorprofiltapeten unterschieden wird, die durch partiell erhabene Muster prägnant und wertvoll wirken.

  • Textiltapeten
    Bei Textiltapeten sind Kettfäden oder Gewebe von unterschiedlicher Stärken auf einem Papierträger aufgebracht. Textilien aus Jute, Wolle, Seide, Leinen oder Kunstfasern kommen zum Einsatz.

  • Kunststofftapete
    Diese Tapeten sind besonders für Nassräume und stärker beanspruchte Wände geeignet. Die Tapete ist mit einer Wasser abweisenden Substanz beschichtet.

  • Metalltapete
    Die Tapeten bestehen aus einem Papierträger, welcher mit Metallfolien kaschiert wird. Durch verschiedene Möglichkeiten der Oberflächenbehandlung werden reizvolle Reflexe erzeugt. Die Metalltapete ist recht schwer zu verarbeiten, daher wird der Effekt dieser Tapete oft durch Aufdruck von Metallpigmenten auf andere Tapetenarten (z.B. Papiertapeten) simuliert.

  • Velours-Tapete
    Mittels eines elektrostatischen Verfahren werden auf schweres, kleberbeschichtetes Papier Textilfaser aufgeflockt. Es entsteht eine samtartige Oberfläche.

  • Bildtapete
    Die meist wandfüllenden Motive entstehen durch das passgenaue Tapezieren der einzelnen Bahnen, die sich zu einem Gesamtbild ergänzen.